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Rumbecker Hammer, Stromerzeugung

Am Rumbecker Hammer erzeugt Marc Hachmann auf ökologische Weise Strom. Mit der Energie des fliesenden Wassers wird Strom für einen bedeutenden Teil des Dorfes erzeugt. Die Energie des Wassers wird mit Hilfe von zwei Francis-Turbinen genutzt. im Jahr 2012 gab sein Vater Michael Hachmann dem Sauerlandkurier detailliert Auskunft.

“Grüner” Strom für 600 Haushalte

Michael Hachmann hat seinen Entschluss auf Wasserkraft zu setzen nie bereut. Bericht im Sauerlandkurier von Rebecca Rath, 05.06.2012

Innovation durch Tradition – auf kaum etwas trifft diese Aussage besser zu, als auf das Wasserkraftwerk von Michael Hachmann am Rumbecker Hammer. Seit mehr als 30 Jahren nutzt er hier die Kraft des Wassers zur Stromerzeugung, also schon seit einer Zeit, in der von “erneuerbaren Energien” noch keine Rede war.

Bis zum Jahr 1880 wurde am Rumbecker Hammer mithilfe der Wasserkraft Eisen geschmiedet. Fast genau 100 Jahre später folgte dann ein Umstieg auf Holzstoffproduktion. 1980 fing auch Michael Hachmann an, mit einer ersten Turbine Strom zu machen. “Dafür wurde ich teilweise schon belächelt”, erinnert er sich. Doch anstatt aufzugeben hat er seine Anlage in den Folgejahren immer mehr erweitert.

Ein paar hundert Meter vor seinem Haus kommt die Ruhr an einem Stauwehr an und wird dort durch einen Obergraben zum Hauptkraftwerk geleitet. Direkt vor den Turbinen fängt ein Rechen Laub und Hölzer ab, damit sie nicht in die Anlage geraten. “Früher wurde das alles als Müll aussortiert, aber heute ist man der Ansicht, das dies zum Ökosystem gehört und so wird hier nur abgefangen, verbleibt aber im Kreislauf”, schildert Hachmann.

Das Aufstauen des Wassers ist mit das Wichtigste bei der Nutzung der Wasserkraft, betont Michael Hachmann: “Das Aufstauen ist erforderlich, denn auf das Gefälle kommt es an. Hier entsteht durch das Aufstauen bis zum Unterwasser ein Höhenunterschied von 3,5 Metern.” Diesen hydraulischen Druck nutzt Hachmann, um die Turbinen anzutreiben – je höher das Gefälle, um so stärker der Druck. Die Turbinen stehen im Wasser und drehen sich um den Strom zu erzeugen in unterschiedlicher Geschwindigkeit – von 100 bis zu 760 Umdrehungen pro Minute.

Alles hängt vom Wasserstand der Ruhr ab – bis zu 15.000 Liter Ruhrwasser pro Sekunde können durch beide Turbinen fließen. So werden zwischen 100 und 400 Kilowatt Strom erzeugt. “Das entspricht in etwa einer Jahressumme, die den Strombedarf von rund 600 Haushalten deckt”, erklärt Hachmann.

Aus ökologischen Gründen musste er seine Anlage vor einigen Jahren um eine Fischtreppe erweitern: “So ist garantiert, dass die Fische eine Möglichkeit haben, das Kraftwerk zu umwandern.”

Um Fischtreppe erweitert

Darüber hinaus war er verpflichtet, eine bestimmte Menge Wasser wieder in das natürliche Flussbett zurückzuleiten. Damit dieses Wasser aber nicht ungenutzt bleibt, errichtete er eine Wasserkraftschnecke, die aus dem Obergraben Wasser in das Flussbett ableitet. “Der hierdurch erzeugte Strom entspricht in etwa der Jahresmenge für 20 Haushalte.” Alle seine Investitionen stützen sich auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz, welches den Erzeugern von alternativem Strom feste Einspeisungsvergütung garantiert.

Michael Hachmann setzt aber nicht nur auf Wasserkraft. Rund 400 Quadratmeter Dachfläche hat er mit Photovoltaikplatten ausgestattet. Dieser Stromertrag sei allerdings geringer und reiche gerade einmal für etwa zehn Haushalte, so Hachmann.

Dass er schon früh auf erneuerbare Energien gesetzt hat, hat Michael Hachmann nie bereut: “Die Zeiten haben sich sehr positiv für mich entwickelt und es ist ein gutes Geschäft geworden.” So sieht er auch für die Zukunft großes Potenzial in den erneuerbaren Energien.

 

 

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Zum Eisenhammer 9
59823 Arnsberg

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