Skip to content Skip to main navigation Skip to footer

Heiligenhäuschen “Kapelle Maria Königin des Friedens”

Das ursprüngliche Heiligenhäuschen stand am Leichenweg, jenem Waldweg, der von der unteren Strümmecke zum Rumbecker Friedhof führte. Es wurde gestiftet vom Pächter des Rumbecker Klostergutes Arndts (1827-1907).

Über den „Leichenweg“ (Totenweg) wurden über viele Jahre vor allem die Toten aus Oeventrop getragen, als Oeventrop noch keinen eigenen Friedhof hatte (daher der Name „Leichenweg“).

Das Heiligenhäuschen wurde stets von Rumbecker Frauen gepflegt und mit Blumen sowie leuchtenden Kerzen bestückt. Die Zuwegung vom Rumbecker Friedhof her erlaubte es, den Friedhofsbesuch mit einem Spaziergang zum Heiligenhäuschen und einer dortigen Andacht zu verbinden.

Dann wurde die Autobahn gebaut: ca. 1998 wurde die Trasse aufgehauen, kurz darauf begannen die Erdarbeiten (Verkehrsfreigabe 2003). Dadurch konnte man vorübergehend nicht vom Rumbecker Friedhof zum Heiligenhäuschen gelangen. Erst später ergab sich der heutige Weg über die Berme unter der Brücke zur anderen Seite. Dieser Weg war jedoch für die Älteren zu weit und zu beschwerlich.

Durch den Wegfall der direkten Verbindung verwahrloste das Heiligenhäuschen weiter. Ohnehin hatte es mittlerweile schwere bauliche Mängel. Die Rumbecker erkannten das Problem und fanden eine Lösung.

Wolfgang Tschauder, gelernter Vermesser, vermaß das Heiligenhäuschen in allen Details, zeichnete es und gab damit den Startschuß für den Neubau im Mühlbachtal, für den das Forstamt großzügig die Fläche zur Verfügung stellte.

Der Künstler Heinrich Engel aus Olsberg-Bruchhausen schnitzte die Muttergottes-Statue „Maria, Königin des Friedens“. Das alte Heiligenhäuschen wurde 2006 abgerissen und an dessen Stelle mit Messingtafel gelegt, auf der zu lesen ist: “Hier stand von 1856 bis 2006  das Rumbecker Heiligenhäuschen“.

An der heutigen Stelle, unweit von Linhoffs Kreuz, wurde es originalgetreu erneut aufgebaut und am 8. September 2005 eingeweiht. Es erfreut sich großer Beliebtheit, da es nun fußläufig auch für ältere Mitbürger gut zu erreichen ist.

Es wird bis heute mit Blumen und Kerzen gepflegt.

Back to top